Steuerstrafrecht

Wenn es um Steuerhinterziehung geht, hört man oft von der strafbefreienden Selbstanzeige. Doch ganz so leicht kommt man auch damit nicht davon.

Daher haben wir Ihnen einige Informationen zusammengestellt:

 

Die strafbefreiende Selbstanzeige


Mit der strafbefreienden Selbstanzeige werden bisher nicht angegebene Einkünfte berichtigt. Es müssen sämtliche nicht angegebenen Einkünfte angegeben werden, eine Teilselbstanzeige ist nicht möglich.


Durch die Selbstanzeige müssen Sie das Finanzamt in die Lage versetzen, Änderungsbescheide erlassen zu können.
Weitere Voraussetzung einer Strafbefreiung ist die pünktliche Zahlung der nachgeforderten Steuer innerhalb der gesetzten Frist.
Zu beachten ist, dass keine Strafbefreiung eintritt, wenn


• ein Betriebsprüfer erschienen ist
• die Einleitung eines Steuerstrafverfahrens bekannt gegeben worden ist
• die Steuerhinterziehung von irgendeiner behördlichen Seite entdeckt war

Diese ersten Hinweise sind nicht vollständig, da jeder einzelne Fall individuell beurteilt werden muss. Vorsicht: Kleinste Fehler können hier sehr teuer werden!

 

Sollte die Steuerfahndung vor Ihrer Tür stehen, gilt es folgendes zu beachten:


Steuerfahndung


Sollte die Steuerfahndung bei Ihnen auftauchen und im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens Durchsuchungs- und Beschlagnahmemaßnahmen durchführen, gilt es für Sie oder Ihre Mitarbeiter folgendes zu beachten:


1. Unverzügliche Information der Geschäftsführung vom Eintreffen der Steuerfahndung verbunden mit dem Hinweis an den Beamten, auf die Geschäftsführung zu warten.
2. Keine Angaben zur Sache machen, weder seitens der Geschäftsführung noch seitens der Mitarbeiter
3. Kooperationsbereitschaft hinsichtlich der organisatorischen Abwicklung signalisieren
4. Unterlagen nicht freiwillig, sondern nur im Rahmen einer Beschlagnahmeanordnung herausgeben.
5. Unverzügliche Hinzuziehung eines Rechtsanwalts.


Bei Fragen wenden Sie sich bitte an .

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